4 Wassergewinnung Essen GmbH
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Ruhrwasser wird zu Trinkwasser.

Wasser ist für unser tägliches Leben essentiell – und ein Geschenk von Mutter Natur. Flüsse, Seen und Meere halten einen Kreislauf in Gang, in dem Wasser verdunstet, als Dampf aufsteigt, sich zu Wolken verdichtet, um schließlich als Regen, Hagel oder Schnee wieder auf die Erde zurückzukehren.

Doch diese natürliche Selbsterneuerung wird durch die direkte Verschmutzung oder die Verunreinigung von Luft und Boden vielfach empfindlich gestört. Deshalb sind ehemals natürliche Trinkwasservorkommen heute nicht mehr automatisch genießbar. Die Gewinnung von Trinkwasser lässt sich in Essen bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen. Das aus Brunnen oder Quellen gewonnene und in die Stadt geleitete Wasser reichte bis weit ins 19. Jahrhundert, um die Einwohner der Stadt zu versorgen.

Doch der mit der Industrialisierung sich entwickelnde Bevölkerungszuwachs machte auch eine neue Form der Trinkwassergewinnung notwendig. 1863 beschloss der Magistrat der Stadt Essen den Bau eines Pumpwerkes im Ruhrtal, um das Wasser künftig direkt aus dem Uferfiltrat des Flusses zu gewinnen. Ein Verfahren, das sich im Kern bis heute bewährt hat. Sogenannte Langsamsandfilter halten Schwebstoffe, organische und anorganische Verunreinigungen an der Oberfläche zurück oder bauen sie in komplexen chemischen und biologischen Reaktionen ab.


Das Kernprinzip unserer Wassergewinnung in Essen-Überruhr lässt sich bereits im 18. Jahrhundert finden.

Mit den Jahren stiegen die Ansprüche an Verfügbarkeit und Qualität des Trinkwassers. So wurde 1984 die moderne und technisch ausgefeilte Wasseraufbereitungsanlage in Betrieb genommen, deren Aufgabe die Versorgung der Menschen in Essen zu jeder Zeit und auf höchstem Niveau garantiert. Seit 2003 wird diese Anlage sowie eine weitere in Horst/Burgaltendorf durch die Wassergewinnung Essen GmbH betrieben. Die Ruhr gehört zwar zu den saubersten Flüssen Europas, trotzdem muss das Rohwasser heute – unter anderem durch eine Ozonierungsanlage – gereinigt, geflockt, filtriert und erst abschließend auf die biologisch wirksamen Langsamsandfilter geleitet werden.



© 2007 WGE GmbH

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